Betriebsportrait

Organisch-biologische Methoden

Wir arbeiten als Bio-Betrieb mit organisch-biologischen Methoden. Das heißt Verzicht auf chemisch-synthetische Dünger und Pflanzenschutzmittel.

Damit unsere Pflanzen trotzdem nicht verhungern oder von Schädlingen aufgefressen werden, versuchen wir, naturnahe Wachstumsbedingungen zu gestalten durch:

  • vielfältige Fruchtfolgen (wechselnder Anbau von Getreide, Futterpflanzen und Gemüse)
  • stickstoffsammelnde Leguminosen, v.a. verschiedene Klee-Arten
  • organische Düngung mit Stallmist (von der Mutterkuhherde des Nachbarbetriebes)
    und
  • Förderung nützlicher Insekten

Eine Beregnungsanlage garantiert eine gleichmäßige Wasserversorgung der Kulturen.

Typische Arbeiten im Bio-Gemüseanbau sind:

  • Unkraut hacken und jäten
  • Abdecken der Beete mit Netzen oder Flies, um Schadinsekten fernzuhalten

Anbau

Wir bewirtschaften 9 ha Ackerfläche im Dorfgebiet von Gohlis. Dort wachsen auf

  • 5 ha - verschiedenste Gemüse und Kartoffeln
  • 3 ha - Winterroggen ( Brotgetreide für Pfarrgut Taubenheim)
  • 1 ha - Kleegras (für Bodenverbesserung und Humusaufbau)

Etwa die Hälfte der Gemüseanbaufläche wird mit Frischgemüse bestellt. Von März bis August werden aller 2 Wochen auf Beeten

  • Salate, Kräuter. Kohlrabi, Knollenfenchel und Mangold als zugekaufte Jungpflanzen gepflanzt und
  • Radies, Rettiche, Spinat, Zuckererbsen und Bohnen ausgesät.

Erdbeeren, Rhabarber und Grünspargel ergänzen unser Frische-Angebot.


Die zweite Hälfte der Gemüseanbaufläche wird für den Anbau von Wurzel- und Lagergemüse genutzt.

  • Möhren, Pastinaken und Rote Bete werden im April und Kürbisse im Mai ausgesät
  • Porree, Kopfkohl und Sellerie werden im Mai gepflanzt

Diese Kulturen werden überwiegend auf Dämmen angebaut, dies erleichtert das maschinelle Hacken zwischen den Reihen mit dem Traktor. Zusätzlich ist natürlich viel Handarbeit zum Jäten des Unkrautes in den Pflanzenreihen nötig. Ein großer Teil dieser Gemüsearten kann im Hof in einem Kühllager zum Verkauf in den Wintermonaten eingelagert werden.

Wir können fast das ganze Jahr über frische Gemüse ernten, in den Sommer- und Herbsmonaten besteht unser Wochenangebot aus 15 - 20 verschiedenen Gemüsearten. Im Winter wird Feldsalat und Postelein Salat frisch angeboten. Wir liefern 2 bis 3 mal pro Woche verschiedene Läden, Verbrauchergemeinschaften und einen Bio-Lieferservice in Dresden an. Geerntet wird täglich die für den Folgetag bestellte Ware.

Salatanbau im Folienzelt
In 5 Foliezelten (1700 qm) wachsen im Sommer Gurken und Tomaten, im Winter Feldsalat.

Richtlinien

Genaue Richtlinien zur Erzeugung und Verarbeitung der Bio-Produkte hat der Verband GÄA e.V. - Vereinigung Ökologischer Landbau , zu dem auch mein Betrieb gehört, festgelegt.

Nach der EG-Verordnung 2092/91 erfolgt jährlich eine Kontrolle jedes Bio-Betriebes durch eine unabhängige Kontrollstelle.